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Fahrwerke

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smey am 18.04.2017 12:59 Uhr
18.04.2017 12:59 Uhr
Hallo zusammen,

zu allererst einmal entschuldigung für den langen nachfolgenden Text. Mir ist es aber wichtig zu sagen, was ich sage und hoffe, dass er auch vollständig gelesen wird, damit meine Frage möglichst vernünftig und hilfreich von euch beantwortet wird.

Wie es schon im Titel steht geht es mal wieder ums Fahrwerk. Warum ich dazu einen neues Thema erstelle ist einfach: In den meisten Foren und Plattformen wurde diese Frage zwar schon beantwortet, jedoch ist das meist schon mehrere Jahre her und der Umgang mit der Frage und die Antworten war meiner Meinung nach sehr unangebracht. Oft kippte meist in den ersten paar Antworten die Stimmung, weil wieder jemand seine Meinung brachial und auf unangebrachte Weise kundgegeben hat. Ich möchte auch in Anbetracht auf andere, die sich diese Frage vielleicht im Moment oder in Zukunft stellen versuchen, ihnen mit diesem speziellen Threat die Entscheidung leichter zu machen, welches Fahrwerk für sie in Frage kommt. Bis hierhin schonmal danke fürs lesen und nun zu meiner eigentlichen Situation und Frage:

Da ich im Sommer endlich allein fahren darf und ich nicht der Typ bin, der sich ein Fahrzeug auf den letzten Drücker kauft, um dann eventuell böse Überraschungen zu erleben, habe ich mir nach langer Suche ende letzten Jahres einen wunderschönen Golf 2 Boston zugelgt. Meine Gründe für einen Golf 2 wahren schlicht und ergreifend, dass ich den Charm von Old- und Youngtimern schon immer toll fande und der Golf nunmal ein nach wie vor schönes und attraktives Auto ist. Ein weiterer Grund ist, dass man am Golf, wie auch an anderen alten Autos noch viel selber machen kann. Genau so, wie ich den Charm ater Autos mag, mag ich auch das Tuning beziehungsweise Styling. Wo jetzt nun die originalen 15" Felgen von bbs bei mir liegen muss der liebe Golf nunmal ein wenig runter. Da ich jedoch keine Erfahrungen mit Fahrwerken habe muss ich mir andere Meinungen und Empfehlungen rein holen und dafür brauche ich eure Erfahrungen und Eindrücke. Ich weiß, dass KW und H&R gute Fahrwerke machen, jedoch sehe ich es nicht ein, ein Fahrwerk zu verbauen, was mich mehr kostet, wie das Auto selber. Ebenso weeß ich, dass ein Fahrwerk für 150€ nunmal nichts taugt. Jetzt würde ich euch gerne fragen, was man machen kann, um den Stuhl so ca 60mm runter zu holen. Wie ich schon erwähntr habe, habe ich nicht viel Ahnung von Fahrwerken und würde in einem gerne wissen, was die Vor- und Nachteile von einem festen Sportfahrwerk oder einem Gewindefahrwerk sind und wie das aussieht, wenn man sich Dämpfer und Federn einzelnd kauft und was davon wiederum die Vorteile sind.
Wichtig ist mir dabei ebenfalls, dass ich das Fahrwerk dann im Nachhinein auch eingetragen bekomme und nicht irgendwelche Probleme mit der Rennleitung bekomme.
Auch an dieser Stelle nochmal danke für das komplette durchlesen und auch schonmal danke, für die Antworten!


Beauty in progress smile

 
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onkel-howdy, Mod am 18.04.2017 14:05 Uhr
18.04.2017 14:05 Uhr
Ich würde NUR ein Gewinde kaufen! Warum?
- Kannst du einstellen wie du willst.
- Kannst du Toleranzen vom Auto mit ausgleichen.

Vorteil von fixen Fahrwerken:
- Der Preis!

Das Problem liegt einfach daran das du bei fixen wirklich nix machen kannst. Sprich bei so 40/40 Fahrwerken kommt es sehr oft vor das die Kiste hinten zu tief liegt. Sprich es sieht immer aus wie wen du überladen bist.

Beim Gewinde würde ich DTS, AP und Supersport (NUR das Black Edition, der rest ist Kernschrott) als Preis/Leistungssieger sehen. Und vergiss den Quatsch das Fahrwerk X ein umgelabeltes KW V1 ist. Ausser bei dem erwähnten Supersport Black Edition ist das bisher bei KEINEM Nachgewiesen.


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smey am 18.04.2017 15:01 Uhr
18.04.2017 15:01 Uhr
Danke, das hilft mir schon sehr weiter.
Was fährst du denn für ein Fahrwerk in deinem Golf ? Bist du damit zufrieden ?
Und was bist du eventuell vorher gefahren und wie waren die ?


Beauty in progress smile

 
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onkel-howdy, Mod am 18.04.2017 15:41 Uhr
18.04.2017 15:41 Uhr
Gefahren bin ich schon jede Menge wink

KW V1, V2, AP, DTS, TA Technix, Supersport, FK, H&R, Hiltrac, GTS, Lowtec, Weitec. Momentan fahre ich im Santana ein GTS, im ST eine AP, im RS ein AP und im Golf ein TA. Wobei letzeres kompletter Kernschrott und reif für die Tonne ist! Das hab ich auch nur eingebaut weil es beim damaligen Kauf des Wages schon im Kofferraum lag wink

Wiegesagt mit einem AP machst du nichts falsch.


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smey am 18.04.2017 21:09 Uhr
18.04.2017 21:09 Uhr
Ich habe jetzt auch mehrmals gelesen, dass man neue Domlager verbauen soll, wenn man ein neues Fahrwerk verbaut. Warum macht man das genau und muss man da fahrwerkspezifische Domlager einbauen oder kann man da x beliebige für den Golf nehmen ?


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onkel-howdy, Mod am 19.04.2017 07:55 Uhr
19.04.2017 07:55 Uhr
Dämpfer?
Klarer Fall, du "klaust" deinem Dämpfer ja 40mm Weg (bei 40er Federn). Somit fährt sich der Dämpfer IMMER wie wen dein Wagen voll beladen ist. Das fährst sich nicht nur scheisse sondern sorgt auch dafür das dein Dämpfer sehr viel schneller verschleist. Du musst dir vorstellen das es eine Kennlinie gibt und diese Kennlinie kann nie im "normalen" Zustand sein weil der Dämpfer nie die letzen 40mm nutzen kann. Die neuen "gekürzten" sind nicht etwa "abgesägt" sondern haben einen um 40mm kleinere Eintauchtiefe und somit auch eine geänderte Kennlinie die eben der Feder angepast ist. Bei mehr als 40mm DARFST du gar nicht die Seriendämpfer nehmen sondern BRAUCHST andere. Das steht auch so in den Gutachten drin.

Domlager?
Hier brauchst du keine neuen und "brauchst" diese auch nicht tauschen. Man tauscht die aber weil du eh alles zerlegst und die Domlager ein Verschleissteil ist. Jetzt baust du wieder alles zusammen und hast dann ein x Jahre altes Domlager wieder drin das in absehbarer Zeit eh verreckt. Somit musst du dann WIEDER alles zerlegen. Aus dem Grund macht man gleich ein neues rein. Vorallem da ein gutes ja gerade mal 20€ kost. Das macht den Bock net fett.
Einbauen musst natürlich das passende. Also für den Golf 2. Brigt ja nix wen du eins vom BMW einbaust das garnet past.


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ESSKA-16V am 19.04.2017 21:08 Uhr
19.04.2017 21:08 Uhr
Ich würde in diesem Fall kein Gewinde empfehlen.
Wie bereits mehrfach erwähnt, taugt das billige Zeug nichts und wird eher zur Mutprobe/Todesfalle. Um es etwas zu pauschalisieren sind Gewindefahrwerke ab 1000,- aufwärts brauchbar.
Und mal ehrlich: die meisten drehen danach nie wieder daran rum. Zum Einen müsstest du nach jedem Verstellen wieder eine Fahrwerksvermessung vornehmen, zum Anderen tragen heutzutage manche Prüfer die momentane Höhe zwischen Radmitte und Radlaufkante ein, und nicht den zulässigen Verstellbereich...und wenn man dann nach paar Jahren denkt: Och, ich steck jetzt mal ein größeres Rad drauf und dreh ihn ein Stück höher...Pustekuchen, haben die Aluteller ordentlich gefressen auf den (Edel-)stahlrohren, die Kontermutter hats Gewinde versaut oder man massiert den Dreck ins Selbige weil man es ja ungern komplett demontiert zum verstellen. Möchte man dann vielleicht noch ein Rad mit heftiger ET verbauen gehts schon los mit Spurplatten usw., weil man sonst am dicken Gewindefederbein nicht mehr vorbeikommt...

Etliche starre Fahrwerke besitzen an der Hinterachse eine Nutenverstellung, sodaß man da noch genügend Spielraum hat die optische Grundeinstellung im Vergleich zur Vorderachse vorzunehmen. Klar nimmt man keine gleichen Vorderachs-Hinterachs-Werte wie 40/40, sondern umgangssprachliche "Keilfahrwerke" um eine harmonische Optik zu bekommen. Bis jetzt habe ich es NUR bei H&R gesehen, daß das Fahrzeug genau so tief kommt, wie es beschrieben ist. Skeptisch sollte man schon werden, wenn EIN Federnsatz für ein Fahrzeug vom 1.3er bis um 2.8er angeboten wird! Bei der (vorzugsweise gekürzten) Dämpferauswahl hättest du da sprichwörtlich die Qual der Wahl.


WRC is for boys, Group B was for men       (Juha Kankkunen)

 
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smey am 19.04.2017 21:16 Uhr
19.04.2017 21:16 Uhr
Und welche Firma oder welches explizite Modell würdest du mir stattdessen empfehlen ?


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onkel-howdy, Mod am 19.04.2017 21:32 Uhr
19.04.2017 21:32 Uhr
ESSKA-16V schrieb:


Wie bereits mehrfach erwähnt, taugt das billige Zeug nichts und wird eher zur Mutprobe/Todesfalle. Um es etwas zu pauschalisieren sind Gewindefahrwerke ab 1000,- aufwärts brauchbar.

Sorry aber Quark. Für knapp 500€ gibts sehr gute. Wie das AP.
http://www.ebay.de/itm/H-R-TWIN-TU...ash=item20eab021a2:g:8JkAAOSw7NNT~0av
http://www.ebay.de/itm/KW-Gewindef...ash=item4631e62712:g:19oAAOSwmrlUs9N8
http://www.ebay.de/itm/BILSTEIN-B1...ash=item1e866161f3:g:AnsAAOSwEK9T~yzj
Alle DEUTLICH unter 1000€ und absolute TOP Teile. Ausser das ST (also Weitec) STX also mit Uniball Gelenken gibts kein anderes das mal eben über 1000€ kostet.

Das so n 150€ FRRFahrwerk Kernschrott ist da bin ich bei dir.

Und mal ehrlich: die meisten drehen danach nie wieder daran rum.


Um das gehts ja nicht. Es geht darum das man es EINMAL richtig einstellt wie man es gerne hätte.


um Einen müsstest du nach jedem Verstellen wieder eine Fahrwerksvermessung vornehmen, zum Anderen tragen heutzutage manche Prüfer die momentane Höhe zwischen Radmitte und Radlaufkante ein, und nicht den zulässigen Verstellbereich..


Das ist beides ziemlicher Quatsch. Das Vermessen der Achse ist nicht nötig da du die Achsgeometrie nicht veränderst. Du änderst nur beim Einbau die selbige weil du die Schrauben trennst.
Und nicht "manche" Prüfer sondern ALLE. Zuminderst in den letzten 20 Jahren. Des das steht ja auch so im Gutachten drin wie es einzutragen ist. Den Verstellbereich eintragen das war mal in den 90er Jahren als die Teile "ganz neu" waren und die Prüfer nicht wussten was sie da treiben.

Pustekuchen, haben die Aluteller ordentlich gefressen auf den (Edel-)stahlrohren, die Kontermutter hats Gewinde versaut oder man massiert den Dreck ins Selbige


Auch das ist soooo nicht richtig. Viele Hersteller haben KUNSTSTOFF Teller und fast keiner hat mehr Kontermuttern. Und ja wen man es halt falsch macht und das Gewinde nicht konserviert dann is gleich Essig. Aber sowas macht man mit Ahnung auch nicht.

Etliche starre Fahrwerke besitzen an der Hinterachse eine Nutenverstellung, sodaß man da noch genügend Spielraum hat die optische Grundeinstellung im Vergleich zur Vorderachse vorzunehmen. Klar nimmt man keine gleichen Vorderachs-Hinterachs-Werte wie 40/40, sondern umgangssprachliche "Keilfahrwerke" um eine harmonische Optik zu bekommen. Bis jetzt habe ich es NUR bei H&R gesehen, daß das Fahrzeug genau so tief kommt, wie es beschrieben ist. Skeptisch sollte man schon werden, wenn EIN Federnsatz für ein Fahrzeug vom 1.3er bis um 2.8er angeboten wird! Bei der (vorzugsweise gekürzten) Dämpferauswahl hättest du da sprichwörtlich die Qual der Wahl.



Da hast natürlich recht.


 
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ESSKA-16V am 19.04.2017 22:02 Uhr
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darauf habe ich nur gewartet...auch ein Grund, warum ich mich nicht mehr so häufig hier bewege...aber egal.
da möchte man einem jungen Interessiertem seine Erfahrungen mitteilen und muss sich gleich rechtfertigen...

Als erstes bewege ich micht auf der E-Bucht sondern gehe zum Ansprechpartner vor Ort, wie sich das (meiner Meinung nach!!) gehören sollte.
Als zweites frage ich mich doch glatt, warum ich mir ein verstellbares Fahrwerk holen sollte, um es dann nur EINMAL einzustellen und es dann nie wieder zu ändern...
Als drittes frage ich mich warum um alles in der Welt der Lehrplan für Kfz-Lehrlinge seit Jahrzehnten diesen wohl fiesen Fehler beinhaltet, daß sich bei sich ändernder Fahrzeughöhe die Achsgeometrie ändert...ich geh morgen gleich zur Handwerkskammer...
Als viertes würde ich sagen, daß es wohl eher die 80`er waren, als Gewindefahrwerke ach so neu waren, in den 90`ern gehörte es bereits zum Standart Gewinde drin zu haben (bei uns im Osten jedenfalls..) und Prüfer sind durchaus in der Lage den Verstellbereich einzutragen, und sich nicht an die als "Empfehlung" anzusehende Vorgabe der Gutachtenvorlage zu halten. Das obliegt immernoch dem Willen des Sachverständigem (und das sollte ich wissen als Dekrafritze!)


WRC is for boys, Group B was for men       (Juha Kankkunen)

 

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