Extrem lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Daher möchte ich die letzten 10 Jahre mal im Schnelldurchlauf abspulen.

Den Golf habe ich immer noch, auch wenn er mir zwischenzeitlich viele graue Haare bereitet hat.
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Im letzten Post war der Umbau ja bereits begonnen. Das Ganze habe ich in der Garage meiner Eltern angefangen. Ich habe allerdings festgestellt, dass mir die Zeit einfach fehlte. So kamen meine Eltern irgendwann aus dem Urlaub zurück, und wollten natürlich ihre Garage nutzen. Also zug der Golf wieder zu mir, ich konnte nur noch unter freiem Himmel arbeiten. Außerdem hatte ich als frischgebackener Papa auch immer noch nicht viel Zeit. Da ich in einem anderen Forum ein Angebot zur Fertigstellung durch einen "Profi" bekommen habe, wurde der Golf Anfang 2018 in den Oberbergischen Kreis gebracht:

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Die Fertigstellung war innerhalb von 2-3 Monaten geplant.
Leider wurde ich immer weiter vertröstet. Im Juli 2018 auf dem Treffen eines anderen Forums, welches ich mit unserem modernen Kia-Daily besuchen musste, hat mir der "Profi" noch erzählt, der Golf sei mechanisch fertig, lediglich ein wenig Elektrik müsse noch erledigt werden. Anschließend war er für mich gar nicht mehr erreichbar, ging nicht ans Telefon und reagierte auf keine Nachrichten mehr. Mal eben selber hinfahren konnte ich wegen der Entfernung nicht. Also habe ich damals die örtliche Polizei angerufen und darum gebeten, zumindest mal zu gucken, ob mein Golf überhaupt noch an der Werkstatt ist. Das war er dann auch, allerdings sah er laut den Beamten "nicht so aus, als wäre er bald fertig".....
Nach langem Hin und Her, habe ich den Golf dann nach gut einem Jahr wieder abgeholt. Es war mehr oder weniger nix dran gemacht worden, lediglich die vorderen Bremsen waren auf 16V umgebaut. Das trägt beim ABF heute aber niemend mehr ein, also habe ich letztendlich die Kohle umsonst versenkt. Aber ich hatte mein Auto wieder.

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Zu Hause offenbarte sich dann aber eine mehr oder weniger große Katastrophe. Der Golf war beim Transport in den Oberbergischen Kreis nicht dicht, der Trichter im Wasserkasten war demontiert, außerdem waren die Türfolien beschädigt. Das wusste der "Profi auch". Trotzdem stand das Auto dort ca. 13 Monate im Freien, bei Wind und Wetter. Somit war im Innenraum einiges hinüber.

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Es stand also nun fest, dass eine Restauration draus werden würde, auch wenn ich das nie geplant habe. Kann ich gar nicht, habe ich auch noch nie gemacht, aber geht nicht anders. Angefangen habe ich also mit dem Tausch der Hinterachse gegen eine 16V-Achse mit Stabi und den Aussparungen für ABS-Sensoren.

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Da der Innenraum jetzt eh neu gemacht werden musste, habe ich dann aber auch bei einer spontanen Gelegenheit zugegriffen. Mit einem Kumpel hatte ich mich über Veloursausstattungen im Golf II unterhalten und erwähnt, dass ich das "Velours schwarz-silber" aus dem VFL GL, auch als "Edel-Velours" bekannt, echt schick finde. Allerdings ist es relativ selten, es gibt sogar Menschen die behapten, dass es das gar nicht für den Zweitürer gäbe. Naja, ein paar Tage nach dem Gespräch hatte der Kumpel zufällig ein Angebot an der hand für genau das Velours aus einem Zweitürer mit angeblich weniger als 50tkm auf dem Tacho. Also habe ich mich im Frühjahr 2020 auf den wegen Corona traumhaft leeren Autobahnen auf einen 300km-Trip gemacht und habe die komplette Ausstattung gekauft.

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Ein weiterer Kauf war ein KI mit 260km/h-Tacho und Drehzahlmesser bis 8000rpm. Da zuerst kein entsprechendes KI für die neue ZE zu bekommen war, habe ich eines für die alte ZE gekauft mit dem Plan, den Kabelbaum anzupassen. Wie es so ist, habe ich ein wenig später aber ein passendes KI für die neue ZE zu einem fairen Preis gefunden.

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Der Drehzahlmesser ist übrigens keine Angeberei. Mein ABF kommt aus einem Seat Ibiza Cupra und dreht wegen der anderen Programmierung des Steuergerätes bei Seat 1000rpm höher als der ABF aus dem Golf oder Passat. Abgeregelt wird beim Cupra erst bei 7500rpm.
Ein Klassiker, von dem ich natürlich nicht verschont wurde, waren die Klappen im Heizungskasten. Das werkseitig aufgeklebte Moosgummi war vollständig weg:

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Also habe ich den Heizungskasten ausgebaut, zerlegt und komplett aufbereitet. Die Metallklappen habe ich lackiert und dann alle Klappen mit Armaflex neu beklebt. Außerdem habe ich sämtliche Teile des Heizungskastens und alle Luftkanäle gründlich mit warmen Wasser und Reiniger sauber gemacht vor dem Zusammenbau.

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Ein schwieriges Thema war die Felgenwahl für meinen Golf. Ich hatte lange nach einem guten Satz Avus Snowflake gesucht, das sind für mich einfach die schönsten Serienfelgen auf dem Golf II. Aber wie weiter oben schon geschrieben, trägt heutzutage so gut wie niemand mehr einen ABF in Verbindung mit der 16V-Bremse ein, das war Wunschdenken des beauftragten "Profis". Und in die Avus passt nun mal leider keine G60-Bremse....

Als Übergangslösung habe ich dann einen Satz Ronal Turbo gekauft, die sehr günstig direkt im Nachbarort angeboten wurden, so dass ich die endgültige Felgenwahl auf die lange Bank schieben konnte.

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Nun ging es an den Innenraum. Ein schwarzer Teppich aus einem VFL 16V wurde eingebaut, außerdem die neue Veloursausstattung, Türpappen wieder dran und das Armaturenbrett wurde vervollständigt:

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Am Motor hatte ich bisher noch nicht viel gemacht, auch wenn er einmal kurz lief. Kurz danach ging er aber wieder aus, vermutlich wegen der Wegfahrsperre. Auch ein Auspuff war noch nicht montiert. Der Grund für den Zusammenbau des Innenraumes war, dass ich immer noch nicht das nötige Know-How hatte, um den Umbau aus technischer Sicht abzuschließen. Und so ging es für den Golf im Frühjahr 2021 mal wieder huckepack auf Reisen:

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Das Ziel war diesmal eine Werkstatt in Trendelburg. Bis zum jährlichen Treffen des "Konkurrenzforums" Anfang Juli sollte der Golf fertig sein.
Da ich nun schon relativ viel geschrieben habe, mache ich hier jetzt eine Unterbrechung, und teile die Jahre auf mehrere Beiträge auf. Wie es weiterging, erfahrt ihr nach der nächsten Maus, äh, ich meine, im nächsten Beitrag.